Achtet auf Eure Worte

„Du blöde, unfähige Kuh! So kriegst du nie einen Job!“
„Du bist zu nichts zu gebrauchen. Du schaffst es nicht mal, dass dein Baby von deiner Brust trinkt!“
„Du undisziplinierte, fette Sau! Schon wieder keinen Sport gemacht die Woche!“

So oder ähnlich tönt es bei Millionen von Müttern im Kopf. Tagtäglich.

Wie tönt das bei Euch? Welche „netten“ Worte sagt Ihr Euch, hundert oder sogar tausend Mal, laut oder leise?

Würdet Ihr so mit Eurer besten Freundin reden? Oder mit Eurem Kind?

Aber mit EUCH jeden Tag so zu reden ist okay, oder?

🤨

Tja, liebe Petticoat-Mütter: es ist leider so, dass unsere Worte unsere Realität bilden. Also wenn wir uns oft genug sagen, dass wir faul sind, oder zu dick, oder viel zu dumm, oder nie an Geld kommen, oder nie den richtigen Partner finden werden, dann kommt als erstes, dass wir es nach einer gewissen Zeit GLAUBEN.

Und da es für uns dann WAHR ist, wird es auch zu unserer WIRKLICHKEIT.

Das ist kein spiritueller Hokuspokus, sondern (mehr oder weniger) einfache Physik.

Die Augen diesbezüglich geöffnet hat mir mit anfangs vierzig meine damals etwa 9-jährige Tochter: sie stand im Badezimmer vor dem Spiegel, schaute in ihr Gesicht und sagte dann: „Mein Gott bin ich hässlich. Wie ich aussehe! Meine schreckliche Haut, und meine Haare, absolut grauenhaft!“
Ich stand wie versteinert neben ihr und hab sie dann geschockt gefragt, was um Himmels willen sie denn da rede.

Da kam die Antwort:
„Na, du redest jeden Tag so mit dir, wenn du vor dem Spiegel stehst.“

Päng! Der hat gesessen.

Im ersten Augenblick dachte ich: „Blödsinn.“
Dann aber kam die traurige Erkenntnis, dass das stimmte. Dass ich tatsächlich so mit mir redete, jedes Mal, wenn ich in den Spiegel blickte.
Weil ich mein Spiegelbild zur damaligen Zeit wirklich nicht ertragen konnte, da ich trotz aller Versuche nicht schwanger wurde und mich und meinen Körper dafür verachtete.

Aber diese Badezimmerszene mit meiner Tochter hat mich damals wirklich wachgerüttelt. Denn wenn Du einen geliebten Menschen hörst, solch schlimmen Worte zu sich selbst sagen, ist das wie ein Stich ins Herz. Und diesen Stich ins Herz habe ich mir dutzende Male jeden Tag selbst zugefügt.
Bis ich begann, liebevoller mit mir und über mich zu reden.
Denn unsere Worte bilden unsere Wirklichkeit…

Deshalb möchte ich Euch von Herzen bitten: achtet auf Eure Worte!

Redet liebevoll mit Euch, auch wenn Ihr gerade etwas versemmelt habt oder etwas in die Hose gegangen ist. Da reicht auch ein „Ups, blöd gelaufen“, anstatt ein „Du bist echt der grösste Volltrottel, der rumläuft“.

In dem Sinne: rockt Euer Leben auf liebevolle Weise, liebe Petticoat-Mütter.
Ich glaube an Euch und Euer Potenzial.

Eure

Achtet auf Eure Worte

P.S.: Und das gilt natürlich auch für die Worte, die Ihr zu anderen sagt. Gerade auch zu Euren Kindern!
Übernehmt nicht alles 1:1, was Ihr damals in Eurem Elternhaus gehört habt. Worte können schlimmer als Schläge sein…

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