Aus dem Rhythmus

Ich fand die letzte Woche äusserst schwierig, denn ich habe gemerkt:

ich bin total aus dem Rhythmus geraten.

Vor einer Woche hat bei uns der Schulalltag wieder angefangen, also wieder viel früher aufstehen, den neuen Stundenplan kennenlernen, Mamataxi hierhin, Mamataxi dorthin, etwas bei den Schulaufgaben helfen –

und das nebst all den anderen Dingen, die bei mir auf dem Tisch liegen und erledigt gehören.

Und da habe ich letzte Woche einfach gemerkt, was für eine enorme Mühe ich habe, wieder zu einem geregelten Tagesablauf zu finden.
Und dann fiel mir auf, dass dieses GANZE JAHR irgendwie „aus dem Rhythmus“ ist!

Denn Januar und Februar waren bei mir – wie Ihr wisst – von unserem Umzug geprägt. Erst alles einräumen, dann wieder alles ausräumen, Handwerker hier, Handwerker dort und so schnell wie möglich wieder so etwas wie Normalität hinbringen.
Dann kam im März nach gefühlt zwei „normalen“ Wochen der Lockdown.
Dann stand sowieso alles wochenlang still.
Dann kam für ganze 4 Wochen wieder der normale Schulalltag bei uns, und dann waren wieder 5 Wochen Schulferien.

Also IRGENDWIE ist es ja ok, wenn ich da nicht so ganz in einen Rhythmus finden kann, oder?!

Geht Euch das auch so? Auch wenn Ihr nicht umgezogen seid: so mit Lockdown und home schooling und home office, dann doch wieder nicht, dann doch wieder, Schulferien, alles ist gefühlt mal so, mal so…findet Ihr da leicht in einen Rhythmus zurück?

Das Schlimme daran ist: ein fehlender Rhythmus verursacht bei vielen Menschen Stress.

Denn die Struktur, die der Alltag normalerweise gibt, die einem eine Routine gibt, ist noch nicht zurück und kann somit auch noch keine Sicherheit geben.
Und ein weiterer negativer Effekt von diesem „aus dem Rhythmus geraten“ ist auch, bei mir zumindest, dass ich prokrastiniere.
Also ich tigere irgendwo durchs Haus, mache unnütze Dinge, die weder wichtig noch dringend sind, und schlage so irgendwie die Zeit tot. Anstatt dass ich fokussiert an meinen Projekten arbeite.

Und wieso vertrödle ich meine Zeit?

Weil ich gestresst bin, weil ich traurig bin, weil ich mich einsam fühle. Weil mein Kopf und mein Körper ein bisschen Zeit brauchen, wieder in den Rhythmus zurückzukommen, der bei uns Müttern grösstenteils von der Schule bestimmt wird.

Und wenn es Euch auch so geht und Ihr Euch ertappt, wie Ihr zum zehnten Mal Eure Facebook-App öffnet oder alle 30 Minuten die neusten Corona-Zahlen nachschauen müsst oder Ihr plötzlich Euer Besteck neu sortieren müsst – dann sind das Anzeichen dafür, dass Euch etwas stresst.
Somit hört in Euch hinein und fragt Euch, was das ist.
Und falls Ihr merkt, dass es auch bei Euch der momentan etwas holprige Lebens-Rhythmus ist – dann lasst Euch gesagt sein:

2020 ist ein spezielles Jahr.

Und es ist auch ok, wenn Ihr etwas Zeit braucht, um wieder in einen Rhythmus zu finden.

Hauptsache Mütter, Ihr rockt Euer Leben.
Ich glaube an Euch und Euer Potenzial.

Herzlich,

Eure

Aus dem Rhythmus

Petticoat-Tipp: Probiere, wieder so viele Routinen wie möglich in Deinen Tagesablauf einzubauen. Sei es eine Morgenroutine (meine Morgenroutine für Mütter findest Du hier) oder dass Du wieder regelmässig um die gleiche Uhrzeit spazieren gehst oder an Deinem Petticoat-Projekt arbeitest – was auch immer. Aber je mehr Routine und Regelmässigkeit Du wieder in Deinen Alltag einbaust, umso weniger stressanfällig bist Du.

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