Denkt an die Zweisamkeit!

Nach den ersten chaotischen und gefühlsmässig achterbahnfahrenden Wochen und Monaten mit einem neuen Familienmitglied (egal ob das erste oder das fünfte), stellt sich wieder ein gewisser Rhythmus ein.

Viel zu oft sehe ich leider in meinem beruflichen Umfeld als Coach wie auch als Privatperson, dass bei diesem neuen Alltag kein Platz mehr für Zweisamkeit bleibt. Vor lauter Entzückung über ihren Nachwuchs vergessen viele Mütter, dass da noch ein Vater ist, der auch Bedürfnisse hat. Und dass Ihr zwei ein Leben VOR Windel- und Schnullerthemen hattet.

Und last but not least: dass auch Ihr als Mutter noch andere Bedürfnisse habt.

Klar, wenn man den ganzen Tag mit so einem herrlich duftenden Wonneproppen knuddeln kann bzw. umgekehrt: wenn einem das Kind den ganzen Tag schon den letzten Nerv ausgerissen hat (ja, es gibt beide Seiten des Spektrums!), dann ist das Letzte, was frau will, noch einen schmollenden Blick vom Mann à la: „Ich bin auch noch da.“

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es für die Beziehung überlebenswichtig, dass man gemeinsam die Entscheidung trifft, der Partnerschaft bewusst Zeit und Raum zu geben.

 

Was meine ich damit?

A) Legt einen Rhythmus fest, an dem Ihr Euch Zeit füreinander nehmt. Sei das ein Abend pro Woche oder 1 Wochenende im Monat. Was immer für Euch passt. Einfach öfters als Weihnachten…

B) Organisiert einen Babysitter. Die Eltern, Schwiegereltern, Geschwister, Freunde – oder jemand, der froh ist, ein paar Stunden mit einem lieben Kind zu verbringen und sich noch etwas dazu zu verdienen. Vermittlungsplattformen gibt es heutzutage genügend auf dem Internet.
Nehmt einfach bitte jemanden, dem ihr 100%ig vertraut, der alt genug ist, in einer Krisensituation richtig zu handeln (also nicht das 12-jährige Nachbarskind) und der Freude an und Erfahrung mit Kindern hat. Das spürt Ihr im Vorgespräch automatisch, ob eine nur das Geld will, damit sie in 3 Monaten auf ihre Amerikareise kann, oder ob jemand wirklich Interesse an Eurem Kind hat und auch an einer langfristigen Anstellung interessiert ist.

C) Geht zu den festgelegten Zeiten auch wirklich dahin, wo Ihr hin wolltet! Das ist in gewissen Phasen ein unglaublicher Kampf und geht auch nicht ganz ohne Tränen bei Kind UND Mutter, aber wie wir alle wissen, sind die Tränen meist nach 2 Minuten wieder getrocknet.

D) Geniesst Eure Zeit zusammen! Es muss nicht jedes Mal der Sex Deines Lebens sein, sondern es tut nur schon gut, einfach einmal ein Gespräch unter Erwachsenen zu führen, ohne dass einem die neuste Legokreation unter die Nase gehalten wird oder jemand den Caillou-Titelsong auf und ab singt. Bei einem langen Spaziergang mit einem anschliessenden Glas Wein kann man sich wunderbar gegenseitig erzählen, wo der Schuh drückt, was man sich wünscht oder wohin der nächste Urlaub gehen könnte.

Eine erfüllte Beziehung mit seinem Partner fällt nicht einfach so vom Himmel, sondern bedeutet stetige Arbeit – und sobald ein Kind da ist, auf jeden Fall auch gute Organisation. Aber dieser Einsatz lohnt sich über die Jahre alleweil!

Hauptsache, Ihr rockt Euer Leben!

Eure

Denkt an die Zweisamkeit!

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Anzeigen von 2 Kommentaren
  • Andreas Benz
    Antworten

    Sehr gut, kann ich auch aus eigener Erfahrung nur bestätigen 😉

  • Peter S
    Antworten

    Zwanzig Minuten pro Tag, auch wenn noch so erschöpft: wie war Dein Tag? Und was habe ich erlebt, was ich dir erzählen möchte? – Gibt’s Ideen daraus für uns zwei? – Exzellenter Blog, liebe Vanessa!

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