„Wie soll ich eine eigene Geschäftsidee haben oder einen neuen Job finden? Ich kann ja nix. Ich habe zwar mal einen Beruf gelernt, aber jetzt bin ich nur noch Hausfrau und Mutter.“

Solche und ähnliche Aussagen höre ich erschreckenderweise oft in meinen Coaching-Gesprächen sowie im privaten Umfeld.

Ihr könnt nix? Sicher? Ganz sicher?

Eben.

Also, nochmals von vorn.

Zum einen zeugt der Satz „Ich kann nichts“ von mangelndem Selbstwertgefühl, was ich in einem separaten Blog behandeln werde. Der Satz widerspiegelt aber auch die sogenannte Kompetenzdemenz (ein wirklich schönes Wort!).

Die Unfähigkeit, Dinge zu sehen, die man selbst gut kann.

Wenn Ihr super gut backen könnt und eine Freundin Euren Kuchen lobt, dann winkt Ihr ab und sagt, „ach das, ist ja nur ein Gleichschwer, das ist ja nun wirklich nichts Besonderes“.
Naja, falls Eure Freundin null backen kann (und damit meine ich wirklich nullkommanull!), dann versteht sie schon mal nicht, was „Gleichschwer“ überhaupt bedeutet.
Deshalb: nicht abwinken und so tun, als sei der Kuchen nichts wert, oder viel zu simpel, um überhaupt darüber zu reden.

Falsch! Das mag für Euch stimmen, aber für Eure Freundin wäre es eine Herkulesaufgabe, so einen leckeren Kuchen aus dem Ärmel zu zaubern.

Versteht Ihr, auf was ich hinaus will? Die Kuchenbäckerin ist Expertin auf ihrem Gebiet, und merkt es nicht mal. Denn für sie ist es schlicht normal, feine Kuchen zu backen. Für die Freundin hingegen nicht.

Und so haben wir ALLE Dinge, die uns super leicht fallen, die uns nicht anstrengen, in denen wir richtig gut sind. Und die uns gar nicht auffallen, DASS wir sie können!

Die eine kann perfekt und entspannt Autofahren, die andere kriegt schon schweissige Hände, bevor sie die Wagentüre öffnet.
Die eine kann turboschnell auf der Tastatur punktgenau mit 10 Fingern drauflos hämmern, die andere sucht minutenlang mit einem kreisenden Finger nach dem richtigen Buchstaben und braucht somit ewig für eine kurze Mail.
Die eine liest einen Text und sieht sofort die drei Tippfehler, während die andere die gleiche Passage zehn Mal durchlesen kann und immer noch keinen Fehler findet.

Und so könnte ich die Liste ins Unendliche wachsen lassen.
Und es ist in allen Beispielen oben gleich: für die erstere ist ihr Können nie etwas Besonderes. Sie kann’s seit Jahren. Oder macht’s einfach. Das nennt man die unbewusste Kompetenz. Während andere mit offenem Mund daneben stehen, den Kopf schütteln und sich denken: „Wieso kann die das bloss?!“ Das ist die bewusste Inkompetenz.
Auch schöne Ausdrücke.

Und genau dort liegt ein immens grosser Schatz an Opportunitäten: mit Eurem Expertenwissen bzw. -können hebt Ihr Euch von der Masse ab. Und genau da liegen Eure Chancen, dieses Expertenwissen zu Eurem Nutzen zu gebrauchen.

Also vergesst Eure Kompetenzdemenz und seid stolz auf Eure Fähigkeiten und Ressourcen.

Hauptsache Mütter, Ihr rockt Euer Leben! Ich glaube an Euch und Euer UNGLAUBLICHES Potenzial!

Eure

Kompetenzdemenz

 

Petticoat-Tipp: Überlege Dir einmal, wo Dein Expertenwissen bzw. -können liegt. Mach Dir über eine Woche hinweg eine Liste mit Dingen, die Dir wirklich leicht von der Hand fallen. Oder frag Dein näheres Umfeld, was Du wirklich gut kannst.
Und dann gehe vom Nächstliegenden aus. „Wie könnte ich daraus ein Business machen? Würde mir das Spass machen? Kann ich damit Geld verdienen? Welche anderen Fähigkeiten habe ich sonst noch, die mir bei der Umsetzung von so einer Idee helfen würden?“
Werde kreativ und lass Deiner Fantasie freien Lauf – daraus ergeben sich die spannendsten Ideen!

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