Prioritäten richtig setzen

Ich stelle immer wieder fest, dass gerade wir Mütter nicht zwischen „wichtig“ und „dringend“ unterscheiden können. 

Da ich immer etwas Mühe mit der Begrifflichkeit habe, hier zur Klärung: „Wichtig“ ist es mir, dass Ihr Euer Leben rockt.

„Dringend“ ist es, wenn Dein Kind keine Windeln mehr trägt und unbedingt Pipi muss.

Prioritäten setzen sieht dann im Alltag einer Mutter so aus:

Ich steh gerade in der Küche und möchte ein paar Notizen für einen neuen Blogartikel an meinem Schreibtisch am andern Ende der Wohnung machen gehen. Fällt unter die Kategorie wichtig, da ich meine Ideen nicht vergessen will und mir gerade ein paar schöne Formulierungen eingefallen sind.

Ich mach mich auf den Weg, und dabei passiert Folgendes:

Ich räume noch kurz die Spülmaschine aus (wie sieht das denn sonst aus hier?), gebe dem Hund Futter (der schaut schliesslich schon so vorwurfsvoll), der Wäschetrockner ist auch gerade fertig, also nehme ich noch schnell die ganze Wäsche raus und lege sie zusammen. Sonst zerknüllen die Polo-Shirts meines Mannes, dann müsste ich die noch bügeln, und das will ich nicht. Dann beim Vorbeigehen gleich noch im Kinderzimmer etwas lüften und schauen, ob dort noch Dreckwäsche rumliegt, denn so kann ich gleich noch eine Maschine mit heller Buntwäsche laufen lassen. Perfekt! Und dann komme ich dann irgendwann mal an meinem Schreibtisch an, greife nach meinem Handy, lese instinktiv noch kurz zwei online-Zeitungen quer (so schlimm, was alles in der Welt passiert!?) und äh, was wollte ich nochmals…?

Merkt Ihr was? Genau.

Ausser meinen Notizen, die ich machen wollte, war nichts wichtig. Und eigentlich auch nichts dringend (okay, der Hund widerspricht da). Aber alles hätte warten können, wenn nicht diese quengelnde Stimme in meinem Kopf gewesen wäre, von wegen es ist schon 8.30h und was bist du denn für eine Hausfrau, wenn du nicht mal…

Pfeift drauf! Nehmt Eure Angelegenheiten ganz allgemein ernst, und vor allem in Bezug auf die Verfolgung Eurer Träume! Versteckt Euch nicht hinter den sauberen Socken, denn die können warten.

Also Mütter, rockt Euer Leben!

Eure

Prioritäten richtig setzen

Petticoat-Tipp: Beobachte einmal im Alltag Deine Praktiken und Ausreden, wie Du Dinge, die Dir wichtig sind, herausschiebst, weil alles andere ja so viel dringender ist. Ich bin sicher, dass Du so Einiges finden wirst, wenn Du Deine Aufmerksamkeit darauf lenkst.

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Kommentare
  • Andreas Benz
    Antworten

    Schön gesagt! 🙂

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